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Flugzeug stürzt auf Wohngebiet |
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Written by News Editor
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Friday, 05 October 2007 |
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Beirut
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Kinshasa. Beim Absturz eines Flugzeugs auf ein Wohn-viertel in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa sind gestern zahlreiche Menschen ums Leben gekommen.
25 Passagiere seien ums Leben gekommen, zwei hätten überlebt, teilte gestern Abend die UNO-Mission in der Demokratischen Republik Kongo mit. Wie viele Einwohner beim Flugzeugabsturz starben, war bis Redaktionsschluss unbekannt.
Das Flugzeug vom Typ Antonow 26 sei beim Absturz über dem Viertel Masina vollständig ausgebrannt, sagte ein Polizeikommissar. Augenzeugen berichteten von einer «Schneise der Zerstörung», welche die abstürzende Maschine gerissen habe. Dutzende Häuser stünden in Flammen. Ein Augenzeuge sagte, das Gebiet um den Marktplatz sei voller Rauch. Es herrsche Chaos. Das Flugzeug befand sich auf dem Weg in die Stadt Tshikapa in der Provinz Ostkasai und stürzte nach dem Start etwa fünf Kilometer vom Flughafen entfernt aus ungeklärter Ursache ab. Augenzeugen berichteten, das Flugzeug habe vor dem Absturz einen Propeller verloren. «Die Maschine hat mehrere Baumspitzen abgerissen, rammte drei Hausdächer und landete dann auf dem Rücken – mit den Rädern in die Luft zeigend», sagte Japhet Kiwa, ein Bewohner des Stadtteils. «Es gab eine riesige Explosion.»
Russische Besatzung an Bord
Die Maschine gehörte der privaten kongolesischen Fluggesellschaft Africa One. Die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass berichtete, an Bord der Maschine habe sich eine russische Besatzung befunden.
Veraltete Maschinen
Nach Informationen eines lokalen Senders durfte die Unglücksmaschine – ein sowjetisches Modell aus den 60er-Jahren – nach einem Unfall in Goma vor drei Wochen nicht mehr in Kongo-Kinshasa fliegen. In Kongo, wo rund 50 Fluglinien mit einer grösstenteils veralteten Flotte operieren, sind schwere Flugzeugunglücke keine Seltenheit: 2003 kamen beim Absturz einer Iljuschin-76 zwischen Kinshasa und Lubumbashi mindestens 200 Menschen ums Leben. Im Januar 1996 stürzte ein Transportflugzeug vom Typ Antonow 32 auf einen Markt in Kinshasa, 350 Menschen starben.
Mit Ausnahme der Privatfluglinie Hewa Bora stehen alle kongolesischen Airlines wegen Sicherheitsmängeln auf einer schwarzen Liste der EU. Auch Africa One darf in Europa nicht fliegen. (sda/ap) |