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Hunderte britische Soldaten verlassen bis Jahresende Irak |
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Written by News Editor
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Tuesday, 02 October 2007 |
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Beirut
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Bagdad (Reuters) - Großbritannien will bis Weihnachten mehrere hundert Soldaten aus dem Irak abziehen.
Wie Gordon Brown bei seinem ersten Bagdad-Besuch als britischer Premierminister ankündigte, werden die Truppen innerhalb der kommenden zwei Monate die Verantwortung über die ölreiche Provinz Basra vollständig an den Golfstaat übergeben. Im Zuge dessen könne die Truppenstärke bis Jahresende auf 4500 Soldaten reduziert werden, sagte der Nachfolger von Tony Blair am Dienstag.
Großbritannien hatte bereits Anfang September begonnen, seine Truppenstärke von 5500 Soldaten zu verringern. Damals zogen die Briten 500 Soldaten aus einem Palast in der Hafenstadt Basra ab. Momentan sind noch etwa 5250 Soldaten im Irak. Basra ist eine von ursprünglich vier südlichen Provinzen, für die die britische Armee einst verantwortlich war.
Die Ankündigung nährt Spekulationen, dass Brown bald vorgezogene Wahlen ausrufen könnte. Angesichts einer breiten Ablehnung des Irakeinsatzes in der britischen Bevölkerung dürfte sich der Vorsprung von Brown in den Umfragen wegen der Abzugspläne weiter erhöhen. Der Premier wollte dazu aber keine Stellung nehmen: "Das erste, an das ich heute denke, ist die Sicherheit unserer Truppen und wie wir den Irak demokratisieren können", sagte er. Seit Jahresbeginn sind im Irak 41 britische Soldaten ums Leben gekommen.
Während seines Aufenthalts in Bagdad traf Brown Politiker der verschiedenen Bevölkerungs- und Religionsgruppen. Zu den Gesprächspartnern gehörten der schiitische Ministerpräsident Nuri al-Maliki, der sunnitische Vize-Präsident Tarek al-Haschemi und der kurdische Vize-Regierungschef Barham Salih. "Ich habe klar gemacht, dass wir von allen Seiten weitere Anstrengungen erwarten, um den Irak zusammenzuführen", sagte Brown nach den Treffen.
US-Medien veröffentlichten indes eine Umfrage, wonach eine Mehrheit der US-Bürger gegen eine Gewährung der von Präsident George W. Bush beantragten 190 Milliarden Dollar für die Kriege im Irak und in Afghanistan ist. In den USA wird im November 2008 gewählt. Bush darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. |