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Blackwater-Bodyguards arbeiten wieder für US-Botschaft |
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Written by News Editor
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Sunday, 23 September 2007 |
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Beirut
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Zerreißprobe zwischen den USA und der Regierung Maliki: Die umstrittene private US-Sicherheitsfirma Blackwater ist wieder für die US-Botschaft in Bagdad tätig. Der Irak hatte die Lizenz des Unternehmens ausgesetzt.
Bagdad - Seit heute sind die Bodyguards der Firma Blackwater wieder für die US-Diplomaten in Bagdad im Einsatz. Das sagte eine Sprecherin der Botschaft, Mirembe Nantango, der Nachrichtenagentur AFP. Das Botschaftspersonal habe Fahrten innerhalb der internationalen Zone in Bagdad wieder aufgenommen. "Alle Konvois werden eskortiert", fügte sie hinzu.
Eine Reaktion der irakischen Regierung auf diesen Schritt ist bisher nicht bekannt. Sie hatte die Lizenz der Firma ausgesetzt. Der irakische Regierungschef Nuri el Maliki hatte Washington aufgefordert, den Blackwater-Vertrag zu kündigen und eine andere Firma zu engagieren. Wachleute der Firma hatten am vergangenen Sonntag bei einem Zwischenfall in Bagdad Augenzeugen zufolge wahllos um sich geschossen und zehn Menschen getötet, darunter neun Zivilisten. Nach amerikanischen Angaben hatten die Leibwächter "reagiert", nachdem der von ihnen bewachte Diplomaten-Konvoi angegriffen worden war.
Vertreter des Irak und der USA hatten nach dem Zwischenfall Gespräche über die Situation geführt. Das US-Außenministerium und die irakische Regierung wollen in dem Fall ermitteln.
"Dieses Verbrechen hat bei Regierung und Bevölkerung sehr viel Abneigung gegen Blackwater hervorgerufen", hatte Maliki am Mittwoch beklagt. Er warf der Sicherheitsfirma kaltblütigen Mord vor. Es handele sich bereits um den siebten Vorfall dieser Art, seit Blackwater seine Lizenz vom Innenministerium in Bagdad bekommen habe.
Der Irak will jetzt Kontrolle über private Sicherheitsdienste ausüben und ihre Immunität vor Verfolgung durch die irakischen Behörden beenden, kündigte das Innenministerium heute an.
Die Mitarbeiter der US-Botschaft verlassen sich weitgehend auf private Wachleute. Blackwater ist eine der drei großen internationalen Firmen, die im Irak Leibwächter-Dienste anbieten. Insgesamt gibt es Experten in Washington zufolge 100.000 zivile Angestellte von Subunternehmern, die den Einsatz der US-Armee im Irak unterstützen.
ler/dpa/Reuters/AFP |