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Umfrage sieht CVP vor FDP PDF Print E-mail

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Written by News Editor   
Saturday, 15 September 2007
Die Grünen legen kräftig zu, die FDP ist im freien Fall: Im SRG-Wahlbarometer rund 50 Tage vor den Wahlen fallen die Freisinnigen erstmals hinter die CVP zurück. Der emotional geführte Wahlkampf dürfte zudem für eine hohe Wahlbeteiligung sorgen. (sda) Die Grünen legen kräftig zu, die FDP ist im freien Fall: Im SRG-Wahlbarometer rund 50 Tage vor den Wahlen fallen die Freisinnigen erstmals hinter die CVP zurück. Der emotional geführte Wahlkampf dürfte zudem für eine hohe Wahlbeteiligung sorgen. Dabei fand die Befragung noch vor dem Bekanntwerden der Affäre Blocher-Roschacher statt. Die FDP hätte demnach gerade noch einen Wähleranteil von 14,7 Prozent erreicht, wäre Ende August gewählt worden, wie die SRG SSR idée suisse am Freitag mitteilte. Durchhalten bei der FDP Das sind 2,6 Prozent weniger als bei den Wahlen 2003 und 1,1 Prozent weniger als beim letzten Wahlbarometer Mitte August. Bei der FDP gibt man sich allerdings gelassen. «Warten wir doch die Resultate der Wahlen im Oktober ab», sagte Bundesrat Pascal Couchepin (FDP) gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Es habe sich schon oft gezeigt, dass Umfragen nicht besonders vertrauenswürdig seien. Er fürchte jedenfalls weder um seinen Sitz im Bundesrat noch um jenen seines Parteikollegen Hans-Rudolf Merz. FDP-Parteipräsident Fulvio Pelli führt das schlechte Abschneiden auf einen «Motivationsmangel» in seiner Partei zurück. Er ist wie Couchepin jedoch überzeugt, dass die Partei wieder aufholen kann. Noch sei nichts verloren, sagt auch FDP-Generalsekretär Guido Schommer: «Das Spiel dauert 90 Minuten und wird erst am 21. Oktober abgepfiffen.» Zudem sei es Zeit, zu Inhalten zurückzukehren. Die Leute wollten keine Scheinpolitk. Freude herrscht hingegen bei der CVP, obwohl sie gegenüber August 0,2 Prozent verliert. Im Vergleich zu 2003 gewinnt sie doch 0,6 Prozent hinzu und kommt nun auf genau 15 Prozent. Seine Partei wolle die drittstärkste Kraft im Land werden, sagte CVP-Präsident Christophe Darbellay im Westschweizer Radios RSR. Bei der Gelegenheit bekräftigt er den Anspruch seiner Partei auf einen zweiten Bundesratssitz, falls sie die FDP bei den Wahlen tatsächlich überholen sollte. Das sei die Regel, die die FDP anlässlich der letzten Bundesratswahl selber aufgestellt habe. Dabei werden allerdings auch die Grünen ein gewichtiges Wort mitzureden haben. Gemäss der Umfrage wären sie die haushohen Wahlsieger: Sie kommen neu auf 10,7 Prozent, 3,3 Prozent mehr als 2003 und 1,2 Prozent mehr als Mitte August. SVP und SP verlieren Stärkste Parteien bleiben unangefochten die SVP und die SP. Die SVP erreicht 25,6 Prozent - 1,1 Prozent weniger als 2003 und 0,6 Prozent weniger als bei der letzten Umfrage. Die SP verliert gegenüber 2003 0,7 Prozent und kommt auf 22,6 Prozent. Wie sich die Politaffäre um den Bericht der nationalrätlichen Geschäftsprüfungskommission (GPK) zum Abgang von Bundesanwalt Valentin Roschacher auf die Wahlen auswirkt, kann das 7. Barometer noch nicht zeigen. Die Umfrage bei 2026 Wahlberechtigten wurde vom 27. August bis 8. September durchgeführt, der GPK-Bericht erschien am 5. September. Hohe Wahlbeteiligung Schon vorher scheint der Wahlkampf indes an Intensität gewonnen zu haben: Die Zahl der Wahlwilligen stieg nämlich von Mitte bis Ende August markant von 48 auf 55 Prozent. Das wäre die höchste Wahlbeteiligung seit 1971. Das Wahlinteresse ist vor allem in der Westschweiz ausgeprägt: 68 Prozent erklärten hier, sie wollten wählen gehen. In der Deutschschweiz liegt die potenzielle Wahlbeteiligung bei 52 Prozent, im Tessin bei 48 Prozent. Die beiden grossen Themen für die Wählerschaft bleiben «Umwelt/Klima» und «Ausländer/Integration». Sie werden von 28 Prozent respektive 27 Prozent der Befragten als dringendste Probleme genannt.
 



 

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