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Zeitplan mit Iran «nur erster wichtiger Schritt» |
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Written by News Editor
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Tuesday, 11 September 2007 |


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Wien/Teheran/dpa. Der mit dem Iran vereinbarte Zeitplan zur Überprüfung seines früheren Atomprogramms kann nach Ansicht des Chefs der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohammed el Baradei, nur ein «erster Schritt» sein. Teheran müsse auch die vom UN-Sicherheitsrat geforderten vertrauensbildenden Maßnahmen im Zusammenhang mit seinem laufenden Atomprogramm treffen, forderte El Baradei am Montag in Wien. Er drückte die Hoffnung aus, dass «schon bald die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme von Verhandlungen» mit dem Iran geschaffen werden, sagte El Baradei zum Auftakt einer Konferenz des IAEA-Gouverneursrats.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Mohammed-Ali Hosseini, dämpfte allerdings Hoffnungen auf eine baldige Beendigung des Atomstreits. Er betonte, der Iran werde sein Programm zur Urananreicherung nicht aussetzen, wie es der UN-Sicherheitsrat gefordert hat. Gleichzeitig hoffe er, dass «die Europäer (bei der IAEA-Konferenz in Wien) die richtige Einstellung zu dem Problem finden werden». Der iranische Atomunterhändler Ali Laridschani hatte zuvor erklärt, Teheran werde sich von der Urananreicherung auch durch neue UN-Sanktionen nicht abbringen lassen.
Der deutsche Botschafter bei der IAEA, Peter Gottwald, begrüßte am Montag zwar den kürzlich vereinbarten Atom-Zeitplan zwischen Teheran und der Wiener Atombehörde. Allerdings behielten die Forderungen der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats weiter ihre Gültigkeit. Es sei wichtig, «die offenen Fragen der Vergangenheit zu klären». Parallel dazu müssten jedoch «die Fragen der Gegenwart» geklärt werden. Diese gingen «von einer Suspendierung» der Urananreicherung durch Teheran aus, meinte der Diplomat.
Nach dem jüngsten IAEA-Report hat der Iran in den vergangenen Monaten die Kapazität seiner Urananreicherungsanlage bei der zentraliranischen Stadt Natans verdoppelt. Der UN-Sicherheitsrat hat Teheran in seinen zwei Resolutionen aufgefordert, alle Bereiche seines Atomprogramms vorläufig einzustellen, die auch der Produktion von Atomwaffen dienen könnten. Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, den Besitz von Atomwaffen anzustreben. Dies hat die iranische Regierung jedoch bisher stets zurückgewiesen.
Der US-Botschafter bei der IAEA, Gregory Schulte, warnte den Iran davor, die Forderungen des UN-Sicherheitsrats durch seine Verzögerungstaktik zu missachten. Wenn die iranische Führung wirklich das Vertrauen der Welt gewinnen wolle, sollte sie «damit beginnen, voll und bedingungslos mit der IAEA zusammenzuarbeiten». |