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Drei Terror-Verdächtige in Deutschland festgenommen |
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Written by News Editor
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Wednesday, 05 September 2007 |
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Beirut
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Berlin (Reuters) - Kurz vor dem Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 haben die deutschen Sicherheitsbehörden drei Terrorverdächtige festgenommen.
Es handle sich um mutmaßliche Mitglieder einer islamistischen Terrororganisation, erklärte die Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe. Nach der Festnahme am Dienstagnachmittag habe es in mehreren Bundesländern Durchsuchungen gegeben. Der Unions-Innenexperte Wolfgang Bosbach sprach auf N24 von Hinweisen, dass der Frankfurter Flughafen oder der US-Militärstützpunkt Ramstein Anschlagsziele sein sollten. Möglicherweise seien bereits in den kommenden Tagen Attentate geplant gewesen, fügte er mit Blick auf den nahenden 11. September und die Debatte über die Verlängerung der Afghanistan-Mandate der Bundeswehr hinzu.
Die deutsche Sicherheitsbehörden hätten die Männer seit geraumer Zeit beobachtet, sagte Bosbach. Die Verdächtigen hätten versucht, Sprengstoff herzustellen, und bereits über Zünder verfügt. Es habe offenbar Verbindungen zu einem islamistischen Zentrum in Neu-Ulm gegeben. Neben den nun Festgenommenen seien auch weitere Verdächtige im Visier der Fahnder. Für den Vormittag kündigte die Bundesanwaltschaft eine Pressekonferenz mit Generalbundesanwältin Monika Harms und dem Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, an. Die Beschuldigten sollen im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.
"Spiegel Online" berichtete, die Planungen seien noch in der Anfangsphase und ein Ziel noch nicht festgelegt gewesen. Bei den Festgenommenen handle es sich um zwei deutsche Konvertiten aus Saarbrücken und Neu-Ulm. Der Saarbrücker sei Ende 2006 nach Pakistan gereist, um sich in einem Terroristen-Lager ausbilden zu lassen. Der dritte Verdächtige stammt nach ARD-Angaben aus der Türkei. Die Ermittler hätten zugeschlagen, als die Verdächtigen Chemikalien, die auch zur Herstellung von Bomben geeignet seien, von einem Lager in ein anderes gebracht hätten. Von einem zündfähigen Sprengsatz seien die Festgenommenen aber noch weit entfernt gewesen. Über Anschlagsziele hätten sie nur abstrakt gesprochen. Dabei seien der Frankfurter Flughafen, weitere Flughäfen, der US-Stützpunkt Ramstein und eine Diskothek erwähnt worden.
Der Hessische Rundfunk berichtete, mindestens einer der Verdächtigen sei im nordrhein-westfälischen Medebach festgenommen worden. Nach Augenzeugenberichten seien dabei Schüsse gefallen.
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport lehnte am Mittwoch eine Stellungnahme zu den angeblichen Anschlagsplänen ab. "Das ist Behördensache. Wir können uns dazu nicht äußern", sagte ein Sprecher. Der Flugbetrieb am größten deutschen Flughafen laufe weiterhin normal. An Spitzentagen wird der Airport von mehr als 180.000 Passagieren genutzt.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hatte eine ernste Terrorwarnung im Juni unter anderem mit der Festnahme mehrerer Männer aus Deutschland in Pakistan begründet. Sein Staatssekretär August Hanning sprach von einer konkreten Gefahr durch Extremisten aus Deutschland, die nach einer Terrorausbildung in Pakistan zurückkehrten. Es gebe Anzeichen dafür, dass die Extremistenorganisation Al-Kaida Deutschland und deutsche Einrichtungen wie Botschaften im Visier habe.
Die dänische Polizei hatte ebenfalls am Dienstag acht Terrorverdächtige festgenommen. Die mutmaßlichen Islamisten im Alter zwischen 19 und 29 Jahren hätten Anschläge geplant, hieß es. Sie hätten Verbindungen zu hochrangigen Al-Kaida-Mitgliedern gehabt und seien nach monatelanger Überwachung festgenommen worden. |