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Mindestens 24 Tote bei Selbstmordanschlägen in Pakistan |
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Written by News Editor
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Tuesday, 04 September 2007 |
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Beirut
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ISLAMABAD. Bei zwei Selbstmordanschlägen in Pakistan sind am Dienstag mindestens 24 Menschen getötet und 66 verletzt worden. Die Anschläge in der Stadt Rawalpindi richteten sich gegen die Streitkräfte. Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen, die Behörden vermuten jedoch islamistische Extremisten hinter der Tat.
Die Explosionen ereigneten sich nur wenige Minuten nacheinander in verschiedenen Vierteln der Stadt, wo auch die Militärresidenz von Armee- und Staatschef Pervez Musharraf liegt.
Die erste Bombe explodierte in einem Armeebus, der durch die Garnisonsstadt Rawalpindi in der Nähe der Hauptstadt Islamabad fuhr. Bei den Toten und Verletzten handle es sich meist um Soldaten, sagte ein Polizeisprecher. Die Wucht der Explosion riss das Dach des Fahrzeugs ab und zerstörte alle Scheiben.
Während der Rettungsaktion explodierte der zweite Sprengsatz
Während die Rettungswagen noch im Einsatz waren, explodierte auf einem Motorrad in einem nahegelegenen Geschäftsviertel ein zweiter Sprengsatz. Dabei starben mindestens fünf Menschen. Offenbar wurden ebenfalls Angehörige der Streitkräfte getötet, die in einem Auto unterwegs waren. Die pakistanische Armee hat in Rawalpindi ihr Hauptquartier.
Der Anschlag auf den Bus hinterließ Szenen der Verwüstung. Rettungskräfte arbeiteten am Dienstag in der Früh fieberhaft, um Verletzte und Tote aus den Trümmern zu bergen. „Es gab einen riesigen Knall und dann sah ich den Bus nur noch als verbeulten Haufen“, berichtete Augenzeuge Mohammad Tahir. “Überall lagen zerfetzte Körperteile herum, überall war Blut.“
„Wir sind ein Frontstaat im Kampf gegen den Terror“
sagte Religionsminister Ejaz ul Haq. Hintergrund der Anschläge sei vermutlich der Krieg in Afghanistan und das Vorgehen der Streitkräfte gegen islamischen Extremisten in der Provinz Waziristan. Bei den letzten schweren Anschlägen in Rawalpindi kamen im Dezember 2003 mindestens 16 Menschen ums Leben, unter ihnen drei Selbstmordattentäter.
Seit Wochen einer Welle der Gewalt ausgeliefert
Pakistan ist einer der wichtigsten Verbündeten der USA im Kampf gegen den Terrorismus und wird seit Wochen von einer Welle religiös motivierter Gewalt heimgesucht. Seit der gewaltsamen Erstürmung der von islamistischen Extremisten besetzten Roten Moschee in Islamabad im Juli wurden fast täglich Anschläge auf die Armee oder ihre Einrichtungen verübt. Die Behörden machten das Terrornetzwerk Al Kaida für die meisten Attentate verantwortlich.
© apa/nachrichten.at |