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Auge in Auge mit den Entführern PDF Print E-mail

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Written by News Editor   
Saturday, 11 August 2007
Im Fall der 21 in Afghanistan verschleppten Südkoreaner verhandeln Unterhändler Seouls und der radikalislamischen Taliban erstmals direkt miteinander. "Um 18.15 Uhr haben direkte Gespräche zwischen der südkoreanischen Delegation und zwei Taliban-Vertretern in Ghasni begonnen“, sagte Taliban-Sprecher Jussuf Ahmadi der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Pakistans Staatschef Pervez Musharraf stellte unterdessen seine Teilnahme am Abschluss der „Friedens-Dschirga“ in Aussicht, die in Kabul über eine Anti-Terror-Strategie für das afghanisch-pakistanische Grenzgebiet berät. Dort kam es zu neuen erbitterten Gefechten zwischen Streitkräften und Taliban. Gespräche in Ghasni Ahmadi betonte, die Forderungen der Taliban seien gleich geblieben. Aus afghanischen Sicherheitskreisen verlautete, die direkten Gespräche zwischen Südkoreanern und den Taliban fänden in Ghasni statt. Die südkoreanische Botschaft erklärte, sie könne „nichts bestätigen“. Direkte Verhandlungen gelten als letzte Chance für die Freilassung der vor rund drei Wochen verschleppten christlichen Aufbauhelfer. Im Verlauf der Geiselkrise hatten die Entführer bereits zwei ihrer Gefangenen getötet. Karsai verärgert über Musharraf Das pakistanische Außenamt teilte mit, Musharraf habe sich „grundsätzlich“ bereiterklärt, am Wochenende zum Abschluss der afghanisch-pakistanischen Dschirga zu sprechen. Sein afghanischer Kollege Hamid Karsai habe Musharraf angerufen. Der innen- und außenpolitisch angeschlagene Staatschef hatte ursprünglich seine Teilnahme an der Dschirga abgesagt und dies mit Verpflichtungen in Pakistan begründet. Karsai hatte sich über Musharrafs Absage sehr verärgert gezeigt. Pakistan will Terroristen „rausschmeißen“ Am zweiten Sitzungstag der Dschirga, an der rund 700 Stammesfürsten, Geistliche und Politiker teilnehmen, kritisierten afghanische Vertreter erneut das Nachbarland. Der afghanische Abgeordnete Sardar Mohammad Rehman Ogholi sagte: „Niemand kann die Tatsache leugnen, dass sich Terroristen im Stammesgebiet Pakistans aufhalten.“ Sie seien „unerwünschte Gäste“, die das Gebiet verlassen müssten: „Falls nicht, wird Pakistan sie am einen und Afghanistan am anderen Arm packen, gemeinsam werden wir sie rausschmeißen.“ Karsai und die USA werfen Pakistan vor, zu wenig gegen die Rückzugsgebiete der Taliban in den grenznahen Gebieten Nord- und Süd-Waziristan zu unternehmen; auch Kämpfer des Terrornetzwerks El Kaida werden dort vermutet. Die geladenen Gäste aus Nord- und Süd-Waziristan nahmen an der Dschirga nicht teil. Auch die Taliban boykottierten das Treffen flf/AFP
 



 

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