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Maul- und Klauenseuche auf zweitem Bauernhof in England | Maul- und Klauenseuche auf zweitem Bauernhof in England |
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| Written by News Editor | |
| Wednesday, 08 August 2007 | |
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London – Ein neuer Fall von Maul- und Klauenseuche in Südengland hat die Angst vor einer epidemischen Ausbreitung der Tierkrankheit verstärkt. Betroffen war ein zweiter Bauernhof innerhalb der Drei-Kilometer-Sperrzone, die nach dem ersten Fall in der Grafschaft Surrey errichtet wurde, wie Umweltminister Hilary Benn am Dienstag bestätigte. Die rund 50 Rinder der Herde wurden vorsorglich getötet. Untersuchungen sollen klären, ob die Herde auf dem Hof des Bauern Laurence Matthews von Tieren des Nachbarhofs angesteckt wurde. Möglicherweise stammen die Erreger aber auch in diesem Fall aus einem Labor in der nahegelegenen Ortschaft Pirbright. Dieses steht seit dem Ausbruch der Seuche am Freitag im Mittelpunkt der Untersuchungen. Geschäftsführer David Biland betonte, erste Prüfungen hätten keinerlei Hinweise auf Verstöße gegen Sicherheitsvorkehrungen ergeben. Der Besitzer des ersten Hofes, auf dem die Tierkrankheit ausbrach, sah eine mögliche Ursache in verseuchten Kläranlagen. Während des jüngsten Hochwassers in Großbritannien seien zahlreiche Klärbecken über die Ufer getreten. Auf diese Weise könnten Felder mit dem MKS-Erreger kontaminiert worden sein, und die grasenden Rinder hätten sich dann infiziert, erklärte Roger Pride. Er fügte hinzu, dass für ihn und seine Mitarbeiter eine Welt zusammengebrochen sei, als sie die Erkrankung ihrer Rinder festgestellt hätten. Der nunmehr betroffene Farmer Matthews schilderte die Angst aller Bauern im Umkreis vor der Maul- und Klauenseuche. Er war einer der Landwirte, die am Montag mit Premierminister Gordon Brown zusammentrafen. Danach habe er gehofft, dass die Seuche eingedämmt sei. „Jetzt haben wir einen Rückschlag erlitten, und die meisten Bauern sind sehr besorgt“, sagte Matthews und kritisierte, dass nicht alle Fußwege innerhalb der Sperrzone geschlossen worden seien. Aus Sorge vor einer Wiederholung der Epidemie von 2001 brach Brown seinen Urlaub ab. Damals wurden sieben Millionen Tiere getötet, um die Seuche zu stoppen. Dies war eine Katastrophe für die Landwirtschaft und zog auch den Tourismus in Mitleidenschaft. Das Privatunternehmen Merial Animal Health, das gemeinsam mit dem staatlichen Institut für Tiergesundheit das in die Schlagzeilen geratene Labor in Pirbright betreibt, nahm unterdessen die Produktion von Impfstoffen gegen die Tierseuche wieder auf. Die Behörden gaben bei Merial 300.000 Dosen eines speziellen Impfstoffs in Auftrag. Umweltminister Benn verteidigte diese Entscheidung gegen die Kritik, dass nun dasselbe Unternehmen vom Verkauf des Impfstoffs profitiere, das möglicherweise den Ausbruch der Seuche verursachte. In Deutschland gibt es weiter keine Hinweise auf die ansteckende Tierkrankheit. „Wir sind noch nicht ganz durch, aber bislang ist alles negativ“, sagte der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts, Thomas Mettenleiter, am Dienstag im ARD-Morgenmagazin zu den laufenden Tests bei den aus Großbritannien importierten Tieren. (AP) |
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