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Filmfestival Locarno im Zentrum von Kultur und Politik | Filmfestival Locarno im Zentrum von Kultur und Politik |
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| Written by News Editor | |
| Sunday, 05 August 2007 | |
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Locarno. AP/baz. Das Filmfestival Locarno ist am ersten Samstag traditionsgemäss von viel Politprominenz beehrt worden. Neben Bundespräsidentin Calmy-Rey und Bundesrat Couchepin weilten Italiens Kulturminister Rutelli und der deutsche Aussenminister Steinmeier im Tessin. Am Abend stand das «Diner republicain» auf dem Programm. Bundesrat Pascal Couchepin traf am Samstag in Locarno den italienischen Vize-Premier und Kulturminister Francesco Rutelli. Die beiden Politiker setzten mit dem Austausch einer Note die Vereinbarung über den Zugang zu staatlichen Kulturinstitutionen beider Länder in Kraft, welche den Schweizern im EU-Land Italien vergünstigte Eintritte in öffentliche Museen garantiert. Dazu gehören weit über 100 archäologische und historische Museen, Galerien, Ausgrabungsstätten und Pärke. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und Senioren ab 65 Jahren haben freien Eintritt, Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren zahlen die Hälfte. AnzeigeIn Kraft gesetzt wurde zudem ein Koproduktionsabkommen, wie das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) weiter mitteilte. Es senkt die finanzielle Mindestbeteiligung des Minderheits-Koproduzenten von 30 auf 20 Prozent und intensiviert die Zusammenarbeit im Filmbereich zwischen der Schweiz und Italien. Am Vortag hatte Couchepin die Fördergelder für die zahlreichen Schweizer Filmfestivals bekanntgegeben und dabei vor allem das Engagement für Locarno, Solothurn und Nyon bestätigt. Diner republicain mit Calmy Rey und Frank-Walter Steinmeier Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey wurde am Samstag von Locarnos Stadtpräsidentin Carla Speziali offiziell empfangen. Es folgte ein Arbeitsessen in Anwesenheit der Tessiner Regierungspräsidentin Patrizia Pesenti. Anschliessend war ein Treffen mit Festivaldirektor Marco Solari sowie mit Festivaldirektor Frederic Maire geplant. Zum traditionellen «Diner republicain» vom Abend wurde neben Calmy Rey und Rutelli auch Aussenminister Frank-Walter Steinmeier erwartet. Am (morgigen) Sonntag wollte die Bundespräsidentin eine Veranstaltung zum Filmschaffen im Nahen Osten besuchen. Unter den illustren Gäste fand sich am Samstag auch der 79-jährige italienische Literatur-Nobelpreisträger Dario Fo ein. Er begleitet seinen Dokumentarfilm «Io non sono un moderato» in der Sektion «Ici et ailleurs». «Eine Reise in die Politik Italiens», umschreibt er den Film, der seine Protestkandidatur gegen Berlusconi von 2005 als Bürgermeister von Mailand seiner Heimatstadt dokumentiert. Fo ist Italiens autoritärster Satiriker, aber auch Drehbuchautor, Theaterdirektor in Mailand, Schauspieler und Komponist und arbeitet seit Jahren mit seiner Frau Franca Rame zusammen. Ebenfalls anwesend war die spanische Schauspielerin Carmen Maura, zuletzt in Pedro Almodovars «Volver» gesehen und mit dem Excellence Award ausgezeichnet. Der zweite Excellence Award der Locarneser Veranstaltung geht an den französischen Schauspieler Michel Piccoli für seine über 40-jährige Schauspielkarriere. |
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