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Weitere US-Soldaten wegen Verbrechen im Irak verurteilt | Weitere US-Soldaten wegen Verbrechen im Irak verurteilt |
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| Written by News Editor | |
| Sunday, 05 August 2007 | |
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Chicago (Reuters) - US-Militärgerichte haben weitere Soldaten wegen der Ermordung und Vergewaltigung von irakischen Zivilisten zu Haftstrafen verurteilt. Als letzter Armee-Angehöriger erhielt am Samstag der 22-jährige Jesse Spielman 110 Jahre Haft wegen seiner Beteiligung an dem Massaker an einer Familie in Mahmudija. Dabei war ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt und sie und ihre Familie anschließend ermordet worden. Am Ende der Woche war zudem das Verfahren gegen acht Soldaten zu Ende gegangen, die einen irakischen Großvater entführt und ermordet hatten. Die Fälle gehörten zu einer Serie von Übergriffen. Spielman hatte mit seinen Kameraden im März 2006 Whiskey getrunken und Karten gespielt, als sie den Angriff planten. Er wurde von dem Gericht auf einem Militärstützpunkt in Kentucky nun unter anderem des Mordes und der Vergewaltigung schuldig gesprochen. Spielman hatte ein Teilgeständnis abgelegt. Zwei andere beteiligte Soldaten waren bereits zu 90 und 100 Jahre verurteilt worden. Ein Dritter hatte fünf Jahre erhalten, weil er während des Verbrechens den Funkverkehr überwacht hatte. Der fünfte Soldat, der mutmaßliche Anführer Steven Green, war wegen Persönlichkeitsstörungen aus der Armee entlassen worden und steht vor einem Zivilgericht. Ihm droht die Todesstrafe. Das Massaker von Mahmudija löste weltweit Empörung aus. Iraks Ministerpräsident Nuri al-Maliki hatte gefordert, die Immunität der ausländischen Soldaten aufzuheben, auch angesichts anderer Fälle dieser Art. In den kommenden Tagen beginnen die Anhörungen gegen einen Soldaten im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Massaker in Haditha, wo US-Truppen 24 Iraker ermordet haben sollen, darunter Kinder. Am Freitag wurde mit der Verhängung von 15 Jahren Haft gegen Lawrence Hutchins das Verfahren wegen der Ermordung von Haschim Ibrahim Awad in Hamdania abgeschlossen. Der 23-jährige Marineinfanterist hatte zusammen mit einem anderen Soldaten nach der erfolglosen Suche nach einem Terrorverdächtigen den elffachen Vater und vierfachen Großvater gegriffen und erschossen. Dann legten sie ein AK-47-Sturmgewehr neben die Leiche und bezeichneten ihn als Aufständischen. Zeugen zufolge soll Hutchins vor seinen Kameraden anschließend geprahlt haben: "Wir sind gerade mit Mord durchgekommen." Bei der Verkündung des Strafmaßes waren seine Ehefrau, Mutter und zweijährige Tochter anwesend. |
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