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Gerüchte über Militäraktion erschwert Situation der Geisel | Gerüchte über Militäraktion erschwert Situation der Geisel |
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| Written by News Editor | |
| Saturday, 04 August 2007 | |
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Berlin. AP/baz. Eine möglicherweise bevorstehende gewaltsame Aktion zur Befreiung der 21 in Afghanistan entführten Südkoreaner hat die Lage der deutschen Bauingenieurs in Geiselhaft noch heikler gemacht. Diese Befürchtung äusserten der SPD-Politiker Hans-Ulrich Klose und der ZDF-Terrorismusexperte Elmar Thevessen am Freitag. Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes bemühte sich nach Angaben einer Sprecherin weiter rund um die Uhr um die Befreiung von Rudolf B. Befreiung der Südkoreaner mit Waffengewalt nicht ausgeschlossen Entgegen früherer Meldungen schliessen die USA eine Militäraktion zur Befreiung der südkoreanischen Geiseln offenbar doch nicht ganz aus. «Es muss jeder nur mögliche Druck auf die Taliban ausgeübt werden, um sie zur Freilassung dieser Geiseln zu zwingen», erklärte der für die Region zuständige Unterstaatssekretär Richard Boucher in Washington. Oberstes Ziel sei es, die Entführten frei zu bekommen - und zwar nach Möglichkeit friedlich und sicher. AnzeigeSeoul setzt in der prekären Lage auf ein bevorstehendes Treffen von US-Präsident George W. Bush mit dem afghanischen Regierungschef Hamid Karsai. Die Regierung hoffe, dass beide Politiker Verständnis für den Wunsch Südkoreas nach mehr Flexibilität in der Vorgehensweise hätten, sagte Präsidentensprecher Cheon Ho Sun in Seoul. Die USA haben Verhandlungen mit Terroristen abgelehnt. Auch die afghanische Regierung weigert sich bislang, auf die Forderungen der Taliban einzugehen. Inzwischen wurde der ermordete Kollege der 62-jährigen deutschen Geisel, der Ingenieur Rüdiger D., in Neumünster in Schleswig-Holstein beigesetzt. Die Obduktion hatte ergeben, dass er nach einem Kreislaufkollaps mit zwei Schüssen hingerichtet worden war. Der Terrorismusexperte Thevessen zog im Deutschlandradio Kultur daraus den Schluss, dass die Entführer «absolut brutal» seien. Thevessen äusserte trotzdem die Einschätzung, dass die Freilassung der verbleibenden deutschen Geisel womöglich schnell zu Stande kommen könne. Auch den deutschen Unterhändlern liege an einer schnellen Lösung, denn «man hat die grosse Sorge, dass durch eine mögliche Militäraktion zur Befreiung der südkoreanischen Geiseln, gerade auch in dieser Region, das Schicksal des Deutschen höchst gefährdet ist in den nächsten Tagen». Auch Klose sagte im Deutschlandradio Kultur, eine mögliche militärische oder polizeiliche Befreiungsaktion könne grossen Einfluss auf die Situation des entführten Deutschen haben. Koalitionspolitiker forderten, an der deutschen Afghanistan-Politik auch nach der Gewissheit über die Ermordung des Deutschen festzuhalten. Der deutsche ISAF-Stabschef in Afghanistan, General Bruno Kasdorf, forderte eine Aufstockung der derzeit 40.000 ISAF-Soldaten. Sie «reichen bei weitem nicht aus, um in einem Land, was mehr als doppelt so gross ist wie Deutschland, Sicherheit herzustellen», sagte er der «Neuen Osnabrücker Zeitung». |
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