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USA sollen "auf Jahre" im Irak bleiben PDF Print E-mail



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Written by News Editor   
Wednesday, 01 August 2007
Michael Mullen, der künftige US-Generalstabschef, hat sich am Dienstag dafür stark gemacht, die US-Truppen noch Jahre im Irak zu belassen. Ein schneller Abzug würde das Land in einen Hexenkessel verwandeln, betonte Mullen: "Ich glaube, wir werden dort noch jahrelang und nicht monatelang sein." Möglicherweise werde es drei bis vier Jahre dauern, bis die derzeitige Zahl von US-Soldaten in dem Golfstaat halbiert werden könne.

Wenig Fortschritte auf politischer Ebene

Mullen räumte zugleich ein, dass es auf dem politischen Gebiet nicht viele Fortschritte gebe. Es sei nötig, möglichst viel Druck auf die irakische Regierung auszuüben, sagte er. Nationale Aussöhnung und Wirtschaftswachstum seien "entscheidend" für einen stabilen Irak. "Ohne dies werden weder Truppenzahl noch Zeit einen Unterschied machen."

Mullen soll im Herbst den bisherigen Generalstabschef Peter Pace ablösen. Seine Bestätigung durch den Senat gilt als sicher.

Teurer Irak-Krieg

Der stellvertretende Verteidigungsminister Gordon England gab zudem vor dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses bekannt, dass der Irak-Krieg in kommenden Jahr teurer werde als geplant. Die von der Regierung beantragte Summe von knapp 142 Milliarden Dollar (103,6 Mrd. Euro) werde überschritten.

Die US-Demokraten im Senat wollen die im Irak stationierten amerikanischen Soldaten bis April 2008 abziehen, sind damit aber bislang gescheitert. Zuletzt häuften sich zudem die Stimmen im Lager der Republikaner, die die Irak-Strategie der Regierung - wie auch die Mehrheit der US-Bürger - offen ablehnen.

Im Juli starben 74 US-Militärs

Derzeit befinden sich etwa 160.000 US-Militärs im Land. Der Juli war für die US-Armee im Irak der Monat mit den bisher geringsten Verlusten in diesem Jahr. Akutellen, offiziellen Angaben zufolge kamen im abgelaufenen Monat 74 US-Militärs ums Leben. Dies ist die geringste Zahl seit November 2006, als 70 Soldaten starben. In den vergangenen Monaten hatten die Truppen noch über steigende Opferzahlen berichtet. So war der Mai mit 126 Toten der verlustträchtigste Monat seit zweieinhalb Jahren.

US-Kommandanten begrüßten die aktuelle Entwicklung und sagten, möglicherweise trage die Truppenaufstockung im Irak Früchte.

 

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