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Die lange Zeit der Todesangst ist vorbei | Die lange Zeit der Todesangst ist vorbei |
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| Written by News Editor | |
| Tuesday, 24 July 2007 | |
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Die aus libyscher Haft freigelassenen fünf Krankenschwestern und ein Arzt sind in der bulgarischen Hauptstadt gelandet. Die sechs befanden sich an Bord der französischen Präsidentenmaschine. Sie wurden nach der Ankunft begnadigt.
Die aus libyscher Haft freigelassenen fünf bulgarischen Krankenschwestern und ein Arzt sind Dienstagfrüh in der bulgarischen Hauptstadt Sofia begnadigt worden. Dies geschah nach offiziellen Angaben durch ein Dekret des bulgarischen Präsidenten Georgi Parwanow. Damit hat ihre Zeit als Häftlinge ein Ende. Kurz zuvor waren die sechs an Bord der französischen Präsidentenmaschine in Bulgarien angekommen.Zum Flugzeug waren neben ihren Familienangehörigen auch der bulgarische Staatspräsident sowie Regierungsvertreter Georgi Parwanow gekommen. Die Frauen wurden von ihren Verwandten umarmt und geküsst und erhielten Blumen. Die Bulgarinnen sollen zunächst in der staatlichen Residenz Bojana bei Sofia untergebracht werden. Das Flugzeug der französischen Regierung landete am Dienstagvormittag auf dem Flughafen in Sofia. Mit an Bord waren Cécilia Sarkozy, die Frau des französischen Staatspräsidenten, und EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner, die sich in den vergangenen Tagen in Libyen um die Freilassung der Sechs bemüht hatten.
Die Krankenschwestern und der Arzt, der inzwischen auch einen bulgarischen Pass besitzt, haben mehr als acht Jahre in libyscher Haft verbracht. Die Sechs waren im Mai 2004 zum Tode verurteilt worden, weil sie angeblich mehr als 400 libysche Kinder in einem Krankenhaus in der Hafenstadt Bengasi absichtlich mit dem HI-Virus infiziert haben sollen. Nach langwierigen Verhandlungen unter Federführung der EU waren die Todesstrafen vor einer Woche in lebenslange Haft umgewandelt worden. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy und EU- Kommissionspräsident José Manuel Barroso begrüßten in einer Mitteilung in Brüssel die Einigung, die die Rückkehr der Bulgarinnen ermöglicht habe. Sie lobten zugleich die Einrichtung einer verbesserten medizinischen Versorgung für die aidskranken Kinder. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die Freilassung der fünf Krankenschwestern und des Arztes aus libyscher Haft begrüßt. „Ich bin sehr erleichtert und glücklich darüber, dass sich die fünf bulgarischen Krankenschwestern und der Arzt nun endlich wieder in Freiheit befinden“, erklärte Steinmeier in Berlin. Ihre Rückkehr in die Heimat nach acht Jahren „des Leids in Haft“ sei das Ergebnis langer und schwieriger Verhandlungen. Er sei stolz darauf, dass die Bundesregierung unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft dazu habe beitragen dürfen. Mit der Freilassung habe Libyen den „Grundstein für ein neues Verhältnis zur Europäischen Union gelegt“. Jetzt könnten die Vereinbarungen, die unter dem deutschen EU-Ratsvorsitz mit Libyen getroffen wurden, umgesetzt und der EU-Aktionsplan für Benghasi fortgeführt werden, damit den am HI-Virus erkrankten Kindern der Stadt die dringend benötigte Hilfe zukomme. Libysche Medien hatten am Montagabend berichtet, Präsident Sarkozy werde an diesem Mittwoch in der Stadt Sirte Revolutionsführer Muammar el Gaddafi treffen. In Tripolis hieß es, Sarkozy habe die Ausreise der Bulgarinnen zur Bedingung für sein Kommen gemacht. Nach libyscher Darstellung hatte die Regierung des nordafrikanischen Landes zuletzt eine Zusicherung verlangt, dass es nach Abschluss des Falles eine „Normalisierung der Beziehungen“ zwischen Libyen und „allen Staaten der EU“ geben werde. |
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