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Kabul: Ringen um Geiselbefreiung |
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Written by News Editor
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Sunday, 22 July 2007 |
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In Afghanistan laufen die Bemühungen um die Freilassung einer deutschen und 23 südkoreanischer Geiseln. Eine angeblich bereits gestartete militärische Befreiungsaktion hat nach neusten Informationen noch nicht begonnen.
«Der Einsatz hat noch nicht begonnen», sagte der Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums, Sahid Murad. Vertreter der afghanischen und US-Truppen sowie die Regierung der Provinz Ghasni erklärten übereinstimmend, ihnen sei keine Befreiungsaktion bekannt. Zuvor hatte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gesagt, einheimische und ausländische Truppen hätten eine Militäroperation zur Befreiung der Geiseln gestartet. Die 23 einer christlichen Missions- und Entwicklungshilfegruppe angehörenden Südkoreaner waren am Donnerstag in der Provinz Ghasni entführt worden. Zu der Verschleppung haben sich die radikalislamischen Taliban bekannt. Laut dem Polizeichef der Provinz Ghasni, Alishah Ahmadsai, laufen Verhandlungen über das Schicksal der Geiseln. Demnach sind Stammesfürsten, religiöse Würdenträger und Taliban-Kämpfer beteiligt. Seoul: Bereits mit Abzugsvorbereitungen begonnen Am Morgen hiess es, eine Delegation südkoreanischer Regierungsvertreter sei in Kabul eingetroffen. Sie soll die Freilassung der verschleppten Landsleute vorantreiben. Zudem meldete Seoul, Südkorea habe schon mit den Vorbereitungen für den Abzug seiner Truppen aus Afghanistan begonnen. Es daure fünf bis sechs Monate, um die Truppen wie geplant bis Ende des Jahres nach Hause zu holen, erklärte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Parlaments, Kim Sung Gon. Das Verteidigungsministerium bestätigte die Angaben, betonte aber, die Vorbereitungen für den Abzug hätten schon begonnen bevor die Taliban nach der Geiselnahme den Abzug der Truppen gefordert hätten. Ultimatum bis 16.30 Uhr MESZ Die radikalislamischen Taliban hatten gestern mit der Ermordung der entführten Südkoreaner gedroht, falls die afghanische Regierung nicht bis Sonntag 19 Uhr Ortszeit (16.30 Uhr MESZ) 23 inhaftierte Taliban aus afghanischen Gefängnissen freilasse. (cpm/sda/ap) |