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Chirac vor dem Untersuchungsrichter |
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Written by News Editor
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Friday, 20 July 2007 |
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Wegen einer Affäre um illegale Parteifinanzierung musste der ehemalige französische Staatspräsident als Zeuge aussagen. Er wird der Mittäterschaft verdächtigt.
Zwei Monate nach dem Ausscheiden aus seinem Amt ist der französische Altpräsident Jacques Chirac am Donnerstag wegen einer Affäre um illegale Parteifinanzierung vom Untersuchungsrichter vernommen worden. Chirac trat als "Zeuge mit juristischem Beistand" auf, was bedeutet, dass er der Mittäterschaft verdächtigt wird. BefragungIn der Affäre geht es um Scheinarbeitsverträge zu Gunsten von Chiracs Partei während seiner Zeit als Pariser Bürgermeister von 1977 bis 1995. Hunderte Funktionäre der gaullistischen Sammlungsbewegung RPR wurden damals aus der Stadtkasse bezahlt, obwohl sie oft ausschließlich für die Partei arbeiteten. Chiracs Vertrauter Alain Juppe, der zu der Zeit in der Stadtverwaltung saß, wurde wegen der Affäre Ende 2004 zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt und durfte ein Jahr lang nicht gewählt werden.
Chirac wurde knapp vier Stunden als Zeuge befragt. Er habe sehr vollständig und offen Auskunft gegeben, sagte sein Anwalt Jean Veil. Es war die erste derartige Vernehmung eines früheren Staatsoberhauptes in der jüngeren Geschichte Frankreichs. ImmunitätWährend seiner zwölf Jahre als Präsident genoss Chirac Immunität. Seit Jahren warteten die Ermittlungsrichter auf die Möglichkeit, das frühere Staatsoberhaut selbst befragen zu können, um zu erfahren, ob er in die Affäre verstrickt war. Derzeit ist offen, ob es je zu einer Ermittlung gegen Chirac kommen wird. |