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Konsequenzen nach AKW-Störanfällen |
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Written by News Editor
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Friday, 13 July 2007 |

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Zwei Wochen nach den Störfällen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel berät der schleswig-holsteinische Landtag über Konsequenzen. In der Diskussion ist auch ein Lizenzentzug für den Betreiber Vattenfall. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle im AKW-Krümmel. Ansonsten werde er das Wiederanfahren des Atommeilers untersagen.
Wie die Staatsanwaltschaft in Lübeck mitteilt, werden derzeit Leitstand und Büroräume in Krümmel von der Polizei durchsucht. Bei dem Vorfall am 28. Juni war auch Rauch in den Leitstand gelangt. Der Reaktorfahrer musste einen Atemschutz anlegen. Es sei nicht auszuschließen, dass der Angestellte "Anzeichen einer Rauchvergiftung" erlitten habe. Dies könne den Tatbestand der fahrlässigen Körperverletzung erfüllen. Vattenfall habe den Staatsanwälten die Personalien des Reaktorfahrers verweigert. Die Ermittler wollen ihn jedoch als Zeugen vernehmen.
Das Sozialministerium, das die Atomaufsicht hat, prüft derzeit, ob Vattenfall die Betriebserlaubnis für Krümmel entzogen werden soll. Die Landesregierung wirft Vattenfall Täuschung der Öffentlichkeit und Inkompetenz vor. Offenbar hat die zum Zeitpunkt der Schnellabschaltung Dienst tuende Schicht nicht entsprechend den Vorgaben im Betriebshandbuch und der Schulungen agiert. Am 28. Juni hatte es in dem Kraftwerk in einem Transformator auf dem Reaktorgelände gebrannt. Seit der Schnellabschaltung ist das AKW Krümmel vom Netz. Der Umweltverband BUND will den Energiekonzern Vattenfall wegen der Pannen im Atomkraftwerk Krümmel anzeigen. Es bestehe der Verdacht, dass das AKW nicht ordnungsgemäß betrieben werde, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Kiel mit. |