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"Amnesty International" fordert Aufklärung von Kriegsverbrechen PDF Print E-mail



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Written by News Editor   
Thursday, 12 July 2007
JERUSALEM (inn) - Weder Israel noch der Libanon sind den Vorwürfen der Kriegsverbrechen im Konflikt vor einem Jahr ausgiebig nachgegangen. Dies wirft die Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" den beiden Kriegsparteien in einer Stellungnahme vor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. "Amnesty International" ruft die Vereinten Nationen dazu auf, die Vorwürfe zu untersuchen. Die Menschenrechtsgruppe hatte die Hisbollah nach dem Ende des Krieges kritisiert, mehr als 4.000 Raketen auf israelische Ortschaften gefeuert zu haben. Gleichzeitig kritisierte sie Israel, Gegenden beschossen zu haben, in denen Zivilisten leben und Streubomben im Südlibanon eingesetzt zu haben. "Amnesty" erklärte, in der 34 Tage währenden Auseinandersetzung seien mehr als 1.000 Zivilisten getötet worden. Nach dem Ende des Krieges seien 24 weitere Menschen im Südlibanon durch liegengebliebene Munition von israelischen Streubomben getötet worden.

"Ohne eine umfassende Untersuchung der UN, bei der es auch um Entschädigung für die Opfer geht, besteht die Gefahr, dass die Geschichte sich wiederholt", warnte Malcolm Smart, Direktor des Bereiches Naher Osten und Afrika von "Amnesty International". Er kritisierte den UN-Sicherheitsrat, nicht schon längst eine solche Untersuchung eingeleitet zu haben. "Der Sicherheitsrat sollte ein Waffenembargo sowohl gegen Israel als auch gegen die Hisbollah aussprechen, bis effektive Maßnahmen verhindern, dass mit den Waffen gegen internationale Menschenrechte verstoßen wird", so Smart. Dies berichtet die Nachrichtenagentur "Associated Press".

"Amnesty" drängte Israel dazu, Karten der Gebiete auszuhändigen, auf denen es Streubomben abgeworfen habe. Die Hisbollah müsse gleichzeitig Informationen über den Verbleib der zwei israelischen Soldaten Eldad Regev und Ehud Goldwasser herausgeben, die am 12. Juli 2006 entführt wurden.

Der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Mark Regev, antwortete auf den Bericht: "Das israelische Rechtssystem ist unabhängig, professionell und transparent. Vorwürfe wegen unangemessenen Verhaltens vonseiten der israelischen Militärangehörigen wurden gründlich untersucht. Israel ist ein Land, in dem die Menschenrechte und das Gesetz das Zentrum des politischen Prozesses bilden." Von der libanesischen Regierung gab es bislang keine Stellungnahme zu dem Bericht. (js)
 

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