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Irakische Al Qaida droht Iran |
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Written by News Editor
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Tuesday, 10 July 2007 |


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Die Freude war gross, als Iraks Innenministerium am 2. März die Verhaftung von Abu Omar al-Baghdadi bekanntgab. Nur drei Tage später musste Brigadegeneral Kassim al-Mussavi, die Erfolgsmeldung dementieren. Der Nachfolger des getöteten Al Zarqawi, hätte «schwer verletzt» entkommen können. Man habe einen «anderen Top-Mann» gefasst.
Ob Al Baghdadi «schwer verletzt» ist, konnte nicht geklärt werden. Fest steht aber, dass er wieder die alten und neuen Ziele seines Terrornetzes propagieren kann. Auf einer Tonbandaufnahme, die ins Internet gestellt wurde, drohte Al Baghdadi nicht nur kurdischen und schiitischen «Führern der Abtrünnigkeit vom rechten Glauben» mit weiteren verheerenden Anschlägen. Zum ersten Mal richtete er seine Warnungen auch an die iranische Regierung: «Wir geben den Persern in und den Führern Irans zwei Monate Zeit, um ihre Hilfe und Präsenz in Irak zu beenden.» Sollte Teheran das Ultimatum ignorieren, werde die irakische Al Qaida, die seit einigen Monaten auch unter dem Namen «Islamischer Staat Irak» ihre Communiqués unterzeichnet, einen «brutalen Krieg gegen die persischen Ungläubigen» führen.
Iranische Hilfe für Ungläubige
Grund für die Kriegserklärung ist laut Baghdadi die Unterstützung des schiitischen Iran für die von Schiiten dominierte Regierung in Bagdad sowie iranische Hilfe für «ungläubige schiitische Banden». Diese sollen – auch laut US-Erkenntnissen – Waffenhilfe sowie logistische Unterstützung aus Iran erhalten. Ohne diese Hilfe, so das Kalkül von Al Qaida, fiele es der Terrororganisation leichter, einen «islamistisch-sunnitischen (Steinzeit)-Staat» nach dem Vorbild der Taliban zu gründen. Politische Beobachter erwarten, dass Teheran das «Ultimatum» von Al Qaida ignorieren, die Warnungen des Terrornetzwerkes aber ernst nehmen wird.
Volk soll sich selbst schützen
In Irak riefen gestern schiitische und sunnitische Politiker zur «Volksbewaffnung gegen Al Qaida» auf. Da weder die staatlichen Sicherheitskräfte noch die US-Truppen in der Lage seien, das Volk zu beschützen, müssten dies die Bürger selbst tun, sagte ein Abgeordneter der Stadt Amirli, wo am Samstag 170 Menschen durch einen Anschlag starben. Der sunnitische Parlamentssprecher Al Hashemi sagte: «Das Volk hat ein Recht auf einen staatlichen Schutz des Lebens, Landes, Besitzes und der Ehre.» Der Staat müsse in diesem Fall alle notwendigen Mittel wie «Geld, Waffen und Training» bereitstellen. Eine Alternative zur Anarchie in Irak nannte der sunnitische Abgeordnete Al Dulaimi. Er forderte die Ablösung der Regierung Al Maliki – was dessen Sprecher Al Rubai ablehnte: «Sollte Al Maliki abgelöst werden, wird Irak von einem Hurrikan heimgesucht werden. |