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Amnesty International macht Israel Vorwürfe PDF Print E-mail

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Written by News Editor   
Tuesday, 05 June 2007

LONDON - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International macht Israel für die Armut der Palästinenser verantwortlich. Kritik übte sie namentlich an der israelischen Sperranlage im Westjordanland und an Israels Siedlungspolitik.

Israel sei auf Grund seiner 40-jährigen Besatzungspolitik für die grosse Armut der Palästinenser verantwortlich, heisst es in einem veröffentlichten Bericht von Amnesty. Zwar habe Israel legitime Sicherheitsinteressen. Aber es sei nicht zu rechtfertigen, dass der jüdische Staat eine Sperranlage auf dem Gebiet des Westjordanlands errichte.

Ginge es Israel nur darum, Selbstmordattentäter fernzuhalten, hätte eine Sperranlage entlang der Grünen Linie genügt, die Israel seit dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 vom Westjordanland trennt. "Doch Realität ist, dass der Grossteil auf palästinensischem Gebiet gebaut ist", erklärte der für den Nahen Osten und Nordafrika zuständige Amnesty-Experte Malcolm Smart.

Der Amnesty-Bericht kritisiert zudem, dass die Palästinenser durch 500 Kontrollpunkte und Strassensperren behindert würden. Ebenso seien direkt nach Israel führende Strassen, die ausschliesslich von Siedlern benützt werden dürften, Hindernisse für die Palästinenser.

Diese Politik sei verantwortlich für den "faktischen Kollaps der palästinensischen Wirtschaft". Die meisten Palästinenser seien abhängig von Hilfslieferungen. Das israelische Vorgehen habe dabei weder den Israelis noch den Palästinensern Sicherheit gebracht.

Israels Vize-Regierungschef Schimon Peres wies die Kritik zurück. "Die mit der Sicherheitsbarriere verbundenen Probleme sind eine Konsequenz aus der zweiten Intifada und aus den palästinensischen Selbstmordanschlägen", sagte Peres dem staatlichen Radio. Jeder Staat habe die Pflicht, seine Bürger zu schützen.

sda

 



 

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