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Atomprogramm angeblich nicht mehr zu stoppen |
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Written by News Editor
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Tuesday, 05 June 2007 |
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Beirut
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Der iranische Präsident fordert den Westen auf, keinen Druck mehr auf sein Land auszuüben. Es sei ohnehin "zu spät", um das Atomprogramm noch aufzuhalten. Der deutsche Außenminister startet heute dennoch einen neuen Gesprächsversuch.
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat erklärt, es sei "zu spät", das Atomprogramm seines Landes zu stoppen. Der Westen und die USA sollten ihre "arrogante Politik" aufgeben und dem Iran keine Bedingungen mehr stellen. Trotz des Drucks sei der Iran ohnehin nur stärker geworden, erklärte Ahmadinedschad während einer Pressekonferenz. zugleich deutete Ahmadinedschad an, sein Land strebe nicht nach der Atombombe. "Wozu ist die Atombombe gut?", fragte er. "Gedanken können durch eine Atombombe nicht geändert werden." Heute sei "Zeit zum Nachdenken und für die Logik", sagte Ahmadinedschad weiter.
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hofft trotz der wiederholten Drohungen aus Teheran weiter auf eine Lösung des Konflikts. Er trifft heute - einen Tag vor Beginn des G-8-Gipfels in Heiligendamm - Irans Atom-Chefunterhändler Ali Laridschani, um mit ihm über das Atomprogramm zu sprechen. Die beiden sollen in Berlin zusammenkommen, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes bestätigte. Das Vorgehen werde weiterhin „eng und kontinuierlich“ mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana abgesprochen, hieß es in Berliner Diplomatenkreisen.
Solana hatte sich zuletzt in der vergangenen Woche mit Lardischani in Madrid getroffen. Beide Seiten hatten danach von Fortschritten gesprochen. In rund zwei Wochen sollen die Gespräche fortgesetzt werden. Im Atomstreit verdächtigt die internationale Gemeinschaft den Iran, unter dem Deckmantel eines Nuklearprogramms Atombomben entwickeln zu wollen. Teheran weist das entschieden zurück und betrachtet die Forderung nach einer Aufgabe der Urananreicherung als nicht akzeptabel. Die sieben führenden Industriestaaten und Russland haben mit verschärften Sanktionen gedroht, falls Teheran nicht einlenkt. |