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Die Hintermänner von TripolisDie terroristische Gruppe Fatah al-Islam hat in der libanesischen Hafen | Die Hintermänner von TripolisDie terroristische Gruppe Fatah al-Islam hat in der libanesischen Hafen |
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| Written by News Editor | |
| Wednesday, 30 May 2007 | |
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Die terroristische Gruppe Fatah al-Islam hat in der libanesischen Hafenstadt Tripolis nördlich von Beirut schwere Gefechte provoziert. Kann das Regime im benachbarten Syrien ein Interesse an diesen Kämpfen haben? Libanons Ministerpräsident Siniora und der Drusenführer Jumblat sind unverhohlene Feinde Syriens. Entsprechend haben sie Damaskus beschuldigt, Initiatoren des jüngsten Aufruhrs im Zedernland zu sein. «Syrien hat die Fatah al-Islam zu uns gebracht», sagte Siniora kürzlich. Die islamistische Gruppe verschanzte sich nach mehreren Attentaten in Beirut im Palästinenserlager Nahr al-Barid in Nordlibanon. Dort bekämpft sie nun die libanesische Armee; über 100 Personen sind bei den Gefechten getötet worden. Jumblat erklärte, dass alle 12 palästinensischen Flüchtlingslager in Libanon in syrischer Hand seien. Zank um LagerIn Tat und Wahrheit sind die rund 300 000 palästinensischen Flüchtlinge in Libanon Spielball sowohl palästinensischer Fraktionen als auch libanesischer Gruppen. «Nahr al-Barid ist unser Revier, doch wir wurden herausgedrängt», sagt Mohammed Najal, ein Sprecher der palästinensisch-islamistischen Gruppe Hamas in Libanon. Nur Damaskus könne die traditionellen Palästinenserorganisationen in den Lagern, also die säkulare Fatah und die Hamas, entmachten, sagt dagegen Faiz Talawi, ein libanesischer politischer Autor. Seit 38 Jahren haben libanesische Sicherheitskräfte keinen Zutritt zu den Lagern; die Bewohner organisieren sich selbst. «Syrien hat Shakir al-Absi nach Libanon geschickt», fährt Talawi fort. Absi ist der Führer von Fatah al-Islam; 2003 war er in Syrien wegen Verbindungen zum Kaida-Terroristen az-Zarkawi inhaftiert worden. 2004 wurde er in Jordanien in Abwesenheit zum Tode verurteilt, dennoch liessen die Syrer ihn 2006 frei. Der libanesische Ex-General Elias Hanna kommentiert: «Normalerweise werden Terroristen in Syrien nicht freigelassen, sondern gehängt.» Hinter der Bemerkung steckt die Überzeugung, dass Damaskus Absi als Aufrührer nach Nahr al-Barid geschickt hat. Syrien wünsche Tumult in Libanon: «Es will sich rächen, dass es 2005 nach 30 Jahren militärischer Präsenz aus Libanon abziehen musste.» Weiter hoffe es, Libanon wieder besetzen zu können. Der Abzug der Syrer war durch die riesigen Demonstrationen der Libanesen nach der Ermordung des früheren Ministerpräsidenten Rafik Hariri praktisch erzwungen worden. Die Massen beschuldigten Damaskus, das Attentat verübt zu haben. Jetzt rückt die Gerichtsverhandlung um den Mord näher. «Die Syrer wollen sie verhindern», meint Suher Ramleh, die Inhaberin eines Modegeschäfts in Beiruts Zentrum. Damaskus hat die Unterstützung von Fatah al-Islam bestritten. «Hinter den Attentaten in Libanon stecken die USA und Israel», sagt Ahmed Ali, ein Berater des syrischen Innenministers. Sie wollten den Brand, den sie im Irak entfacht hätten, in den gesamten Nahen Osten tragen. Hizbullah als Gegner«Die Stärkung einer terroristischen sunnitischen Organisation liegt nicht im Interesse Syriens», sagt Nasr Kandil, der Präsident des Beiruter Instituts für Orientalische Studien. «In Damaskus herrscht die schiitische Sekte der Alawiten, und die sind in den Augen der extremistischen Sunniten Ungläubige.» Darum habe Damaskus den Hizbullah, die libanesische schiitische Miliz und Partei, gefördert. Der Hizbullah besitze in Libanon grosse Macht, und seine Beurteilung des jetzigen Aufruhrs sei wichtig, fährt Kandil fort. Seine Gegnerschaft zur Fatah al-Islam habe der Hizbullah bewiesen, indem er sich bei Ausbruch der Kämpfe in Nahr al-Barid auf die Seite der libanesischen Armee geschlagen habe. Für Kandil ist Fatah al-Islam ein Ableger der islamistisch-sunnitischen Terrororganisation Kaida. «Die Kaida behauptet, sie werde alle arabischen Konflikte lösen», sagt Kandil. In Wahrheit wolle sie die Region und somit auch die Schiiten beherrschen. |
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