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Schwerster Taliban-Angriff auf Isaf seit drei Monaten |
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Written by News Editor
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Sunday, 11 November 2007 |

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Kabul (Reuters) - Bei dem folgenschwersten Taliban-Angriff auf die Nato-Schutztruppe in Afghanistan (Isaf) seit einem Vierteljahr sind sechs ausländische und drei einheimische Soldaten getötet worden.
Bei dem anschließenden Gefecht habe es außerdem 19 Verletzte auf Seiten der Streitkräfte gegeben, teilte die Isaf am Samstag mit. Die Aufständischen griffen demnach am Freitag den Nato-Konvoi unter anderem mit panzerbrechenden Waffen an, als er von einem Treffen mit örtlichen Stammesältesten zurückkehrte. Informationen zur Herkunft der Opfer lagen nicht vor. Im Osten Afghanistans kämpfen vor allem US-Soldaten gegen die Taliban.
In der nördlichen Provinz Kundus wurde zudem bei einem Selbstmordanschlag örtlichen Behörden zufolge ein Zivilist getötet, drei weitere Menschen wurden verletzt. Deutsche Soldaten seien nicht betroffen, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam. Deutsche Soldaten seien zwar im Raum Kundus ständig präsent, seien jedoch nicht in der Nähe gewesen. Die Bundeswehr ist im Rahmen der Isaf im Norden Afghanistans stationiert.
Auch in Südafghanistan habe sich am Sonntag ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und dabei fünf Zivilisten verletzt, teilte das Verteidigungsministerium in Kabul mit. Das Ziel des Attentats im Distrikt Girischk in der Unruheprovinz Helmand waren ausländische Truppen. Dem britischen Militär zufolge wurde aber kein Isaf-Soldat verwundet. Nach unbestätigten afghanischen Angaben erschossen Militärs einer Nato-Patrouille den am Straßenrand wartenden Attentäter, wobei dessen Sprengstoff explodierte.
Im Westen des Landes eroberten nach Regierungsangaben vom Samstag afghanische Soldaten mit Unterstützung von Isaf-Truppen den Bezirk Gulistan zurück, den die radikal-islamischen Taliban vor fast zwei Wochen eingenommen hatten. Mehrere Taliban-Kämpfer, unter ihnen auch ein Kommandeur, seien dabei getötet worden, die übrigen Aufständischen seien in die Berge geflohen. Im Nordwesten des Landes tötete oder verwundete das afghanische Militär zudem eigenen Angaben zufolge 50 Taliban und nahm 20 weitere gefangen.
Seit die Taliban vor zwei Jahren ihren Aufstand verstärkt haben, eskaliert die Gewalt in Afghanistan zunehmend. Mehr als 6000 Menschen sind seitdem getötet worden. |