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Türkei verstärkt Vorbereitungen für Einmarsch in den Irak |
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Written by News Editor
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Saturday, 27 October 2007 |

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Die Türkei hat ihre Truppen an der Grenze zum Irak verstärkt. Helikopter flogen am Freitag zusätzliche Soldaten in die Bergregion ein. Doch nun wurde bekannt, dass die Türkei erst nach dem Besuch von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in Washington Anfang November über einen möglichen Militäreinsatz gegen kurdische Rebellen im Nordirak entscheiden will.
(ap/sda/Reuters/afp) Die Türkei will abwarten, wie ein Besuch von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in Washington Anfang November ausfällt, bevor sie über einen möglichen Militäreinsatz gegen kurdische Rebellen im Nordirak entscheidet. Diese Reise sei von grosser Bedeutung, zitierte der Fernsehsender NTV am Freitag den Generalstabschef Yasar Büyükanit. «Wir werden seine Rückkehr abwarten.» Das Treffen zwischen Erdogan und US-Präsident George W. Bush ist für den 5. November geplant.
Zuvor hatte die Türkei als Vorbereitung auf einen Vorstoss in die irakischen Kurdengebiete bis zu 100'000 Soldaten an der Grenze zu dem Nachbarland zusammengezogen. Türkische Kampfflugzeuge und -helikopter griffen gemäss der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu vermutete Stellungen der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) entlang der Grenze und auf türkischem Gebiet an.
Um eine weitere Eskalation zu verhindern, verstärkten Vertreter der Türkei, des Irak und der USA ihre diplomatischen Aktivitäten. Eine von Verteidigungsminister Abel Kader Jassim geleitete irakische Delegation nahm Gespräche mit der türkischen Regierung auf.
«Wie geplant»
Er sei mit konkreten Vorschlägen nach Ankara gekommen, sagte Jassim, ohne Einzelheiten zu nennen. Sein Sprecher sagte nach ersten Treffen, bei den «sehr wichtigen Gesprächen» gebe es «positive Ergebnisse». Alles verlaufe «wie geplant».
Neben Verteidigungsminister Jassim nahm Iraks Minister für nationale Sicherheit, Shirwan al-Waeli, teil, auf türkischer Seite waren unter anderen Aussenminister Ali Babacan und Innenminister Besir Atalay vertreten.
Babacan hatte im Vorfeld der Gespräche erklärt, die irakische Delegation müsse mit konkreten Vorschlägen kommen, sonst sei der Besuch sinnlos. Jassim stellte daraufhin in Aussicht, die irakische Regierung werde «konkrete Vorschläge» zur Lösung des Problems machen.
Ankara ist fest entschlossen
Die türkische Regierung zeigt sich nach wie vor entschlossen, militärisch gegen die PKK-Rebellen im Nordirak vorzugehen. Noch am Donnerstag hatte Ankara den Druck auf Bagdad erhöht.
Präsident Abdullah Gül bekräftigte, dass sein Land «fest entschlossen» sei, «alle erforderlichen Massnahmen zu ergreifen, um die Bedrohung zu beseitigen», die von der PKK im Nordirak ausgehe.
Das türkische Parlament ermächtigte die Regierung in der vergangenen Woche zu einer Militärintervention. Der Beschluss ist ein Jahr lang gültig.
Türkische Soldaten verschleppt
Iraks Regierungschef Nuri al-Maliki hatte diese Woche zugesagt, die PKK-Büros im Irak würden geschlossen und PKK-Aktivitäten auf irakischem Boden verboten. Allerdings bestreitet die kurdische Regionalregierung im Irak nach wie vor, dass die PKK überhaupt Vertretungen im Nordirak unterhalte.
Die PKK-Angriffe auf türkischem Territorium nahmen in jüngster Zeit wieder zu. Am Sonntag erreichte die Krise einen neuen Höhepunkt, als zwölf türkische Soldaten in einem Hinterhalt an der Grenze zum Irak von der PKK getötet und mehrere weitere gefangen genommen wurden.
«Absolut nichts»
Von Seiten der US-Truppen ist kein Eingriff zu erwarten. Der amerikanische Kommandant der multinationalen Truppen im Nordirak, Benjamin Mixon, sagte, er habe keinen Auftrag für einen Einsatz seiner Soldaten in den drei nordirakischen Provinzen.
Die dortige kurdische Regionalregierung verfüge mit den Peschmerga über eigene Sicherheitskräfte. Auf die Frage von Journalisten, was er gegen die PKK-Rebellen zu unternehmen gedenke, antwortete der US-General: «Absolut nichts.» |