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Feuerwalze richtet Milliardenschaden an |
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Written by News Editor
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Wednesday, 24 October 2007 |
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Beirut
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Das Ausmaß der Waldbrände ist beispiellos: Eine halbe Million Menschen ist auf der Flucht, Hunderte Häuser sind zerstört - der Schaden liegt schon jetzt bei mehr als einer Milliarde Dollar. Jetzt wird erste Kritik am Krisenmanagement laut.
Scharfe Kritik am der Koordination der Hilfsmannschaften kommt jedenfalls vom Feuerwehrchef von Orange County, Chip Prather. Er kritisiert, es habe zu wenig Löschmannschaften am Boden und zu wenig Hilfe aus der Luft gegeben. Ein massiver Brandherd in Irvine hätte bei rascher Unterstützung aus der Luft eingegrenzt werden können: "Das ist eine absolute Tatsache. Hätten wir mehr Kapazitäten in der Luft gehabt, hätten wir dieses Feuer kontrollieren können." Auch ein Kollege aus dem besonders schwer betroffenen San Diego, der Feuerwehrmann Robin Wills, klagt über mangelhafte Ausrüstung: "Der Kampf gegen diese Flammen übersteigt unsere Möglichkeiten."
Der oberste Brandbekämpfer Kaliforniens, Ruben Grijalva, will von solchen Vorwürfen allerdings nichts wissen. Acht der neun Löschhubschrauber des Staates und 13 Löschflugzeuge seien seit Sonntag in Südkalifornien im Einsatz gewesen. Gouverneur Arnold Schwarzenegger bezeichnete den Vorwurf fehlender Flugzeuge als Unsinn. Selbst mit allen Flugzeugen der Welt sei man machtlos gegen den starken Wind. Er lobte das schnelle Handeln der Feuerwehren in der Region.
"Wir haben die unglückliche Situation, dass drei Dinge zusammenkommen", sagte Schwarzenegger. "Sehr trockene Gebiete, sehr heißes Wetter und dann viel Wind." Ähnlich bedrohlich war die Lage vor vier Jahren, als in Südkalifornien 22 Menschen ums Leben kamen und 3640 Häuser zerstört wurden.
Fest steht: Schon jetzt haben die Flammen schon mehr als 1600 Quadratkilometer Wald- und Buschland zerstört. Ein Mensch kam bisher ums Leben, mindestens 45 wurden verletzt. Mehr als 1600 Gebäude gingen in Flammen auf. Weitere 68.000 Häuser sind nach offiziellen Angaben akut bedroht. Der Schaden allein im Großraum San Diego dürfte bei "einer Milliarde Dollar oder mehr" liegen, sagte der Leiter der dortigen Notdienste, Ron Lane.
Doch Hoffnung scheint in Sicht. Laut Wetterbericht soll in den nächsten Tagen der Wüstenwind, der die Flammen immer wieder neu angepeitscht hat, abflauen und von einer kühlen Meeresbrise abgelöst werden. Bis morgen werde das Schlimmste vorüber sein, sagte Noel Isla vom Nationalen Wetterdienst in San Diego. Auch die Temperaturen werden vermutlich zurückgehen.
Bislang hatten die Löschmannschaften wenig Glück bei der Arbeit. Sie können die seit Sonntag wütenden Waldbrände nicht unter Kontrolle bringen, solange der gefürchtete Santa-Ana-Wind andauert. Die Feuersbrunst hat die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte Kaliforniens ausgelöst. Von der Anordnung waren mehr als 900.000 Bewohner der Region zwischen Los Angeles und San Diego betroffen. Im Kampf gegen die Flammen mobilisierten die Behörden inzwischen neue Kräfte: Etwa 2600 speziell ausgebildete Gefängnisinsassen wurden herangezogen, um die Feuerwehr zu verstärken.
US-Präsident George W. Bush will die Region morgen besuchen. Er rief den Bundesnotstand in den sieben betroffenen Bezirken aus, was eine beschleunigte Katastrophenhilfe ermöglicht. Auf Drängen Schwarzeneggers erweiterte er den Umfang der Hilfe heute und machte den Weg auch für längerfristige Wiederaufbauprogramme frei. Die Amerikaner im ganzen Land seien in Sorge um die Sicherheit und den Besitz der betroffenen Familien, sagte Bush. Seine Sprecherin Dana Perino hatte zuvor erklärt, die Regierung habe aus dem Hurrikan "Katrina" von 2005 gelernt, wie mit einer Krise umzugehen sei.
Auch das US-Verteidigungsministerium hat Truppen und Feuerwehrausrüstung nach Kalifornien gesandt, um die Feuerwehren dort zu unterstützen. Außerdem wurden Hilfsgüter zur Versorgung der Evakuierten geschickt, wie das Pentagon gestern mitteilte.
ffr/AP/dpa/AFP
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