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Brown halbiert Soldatenzahl im Irak |
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Written by News Editor
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Tuesday, 09 October 2007 |
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Beirut
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Mit einer Ankündigung, tausend britische Soldaten aus dem Irak abzuziehen, hatten die zuhörenden Parlamentarier gerechnet. Doch Premierminister Gordon Brown überraschte sie alle: Bis kommenden Frühling soll die derzeitige Truppenstärke von rund 5500 Mann auf 2500 Soldaten mehr als halbiert werden, sagte Brown. Die ersten tausend Soldaten davon werden bis Weihnachten heimkehren.
Dieser Schritt, kommentierten Medien die Abzugspläne der Regierung, werde das endgültige Ende des britischen Engagements im irakischen Kriegsgebiet einläuten. Brown aber sagte lediglich: „Die Iraker sind jetzt selbst in der Lage, für ihre Sicherheit zu sorgen.“
Die britischen Truppen sind in zwei Provinzen im Süden des Irak stationiert. Beim von den USA angeführten Einmarsch in den Irak hatte sich die britische Armee mit 45.000 Soldaten beteiligt.
Nach Großbritannien kommen sollen auch jene Iraker, die mindestens zwölf Monate für die britische Armee im Einsatz waren, wie etwa Übersetzer. Von vielen Irakern als Kollaborateure und Verräter gebrandmarkt, sollen sie und ihre Familien in Großbritannien Asyl bekommen.
Den Abschied der Briten aus dem Irak könnte auch eine aktuelle Studie beschleunigen. Das Papier renommierter britischer Experten nennt den gesamten Krieg gegen den Terror ein „Desaster“ und empfiehlt nicht nur den vollständigen Rückzug aus dem Irak, sondern auch eine schrittweise Verringerung der Afghanistan-Operationen.
Umfrage-Knick
Mit seinen Irak-Abzugsplänen gelang es Brown gestern, seinen heftigsten Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Kaum hatten die britische und internationale Presse den geglückten Start des neuen Premiers gewürdigt, blies Tony Blairs Nachfolger eine scharfe Brise ins Gesicht. So schnell das ruhige und konsequente Vorgehen nach den letzten vereitelten Terroranschlägen seine Popularitätswerte in die Höhe schnellen ließ, so schnell hat ein polit-strategischer Schnitzer diese wieder abstürzen lassen.
Brown hatte zwar hinter den Kulissen, aber unter lautstarker Begleitung durch die Medien mit vorzeitigen Parlamentswahlen in diesem Herbst spekuliert. Doch dann schmolz der Vorsprung von Labour in den Umfragen dahin. Der Premier machte am Wochenende kehrt – mutlos, wie es ihm nicht nur aus den Reihen der Opposition, sondern auch aus der eigenen Partei entgegen tönte. |